Projekt

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Herausforderung: Im Jahr 2015 jährt sich die Befreiung des KZ Auschwitz und der anderen Konzentrationslager zum 70. Mal. Auch der 70. Jahrestag des Kriegsendes wird Gegenstand des Gedenkens sein. Je größer der zeitliche Abstand zur nationalsozialistischen Diktatur und den Ereignissen des 2. Weltkriegs wird, desto mehr stellt sich die Aufgabe, die Erinnerung an die Verbrechen des 20. Jahrhunderts wachzuhalten. Denn wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird auch für die Gegenwart blind. Die unmittelbare Begegnung mit KZ- und Ghettoüberlebenden ist durch nichts zu ersetzen. In absehbarer Zeit wird sie jedoch nicht mehr möglich sein. Damit auch die dritte und vierte Generation aus dem Wissen um unsere Geschichte lernen kann, müssen persönliche Zeugnisse der Zeitzeugen vor dem Vergessen bewahrt werden.

Handlungsansatz: Junge Journalisten treffen sich in den KZ-Gedenkstätten Auschwitz und Dachau mit Überlebenden des NS-Regimes. Sie führen intensive Gespräche und besuchen gemeinsam die authentischen Orte nationalsozialistischer Verbrechen. Sie zeichnen die Lebenserinnerungen der ehemaligen Häftlinge als deren besonderes Vermächtnis auf. Unter Einsatz verschiedener Medientechniken und Web-2.0-Anwendungen erarbeiten sie Audio-, Video- und Textbeiträge und veröffentlichen sie mit Hilfe konventioneller und Neuer Medien. Fachlich begleitet werden sie dabei von erfahrenen Journalisten und Medienpädagogen.

In verschiedenen Programmeinheiten erhalten junge Menschen Gelegenheit zum persönlichen und professionellen Austausch im internationalen Kontext. Dabei gehen sie folgenden Fragen nach: Welchen Einfluss haben die Medien, insbesondere das Internet, auf den Erinnerungsprozess? Wie können sich junge Journalisten heute und morgen am Erinnerungsdiskurs beteiligen? Wie können sie zur Erinnerung an die NS-Vergangenheit beitragen und sich präventiv gegen rechtsextremistische Einflüsse zur Wehr setzen?

Was wir bieten: Persönlichen Zugang zur Geschichte durch Begegnung mit Überlebenden des NS-Regimes und Besichtigung authentischer Orte der NS-Verbrechen

Was wir erwarten: Erarbeitung und Publikation verschiedener Medienarbeiten, die eine breite Öffentlichkeit erreichen und möglichst auch dem Maximilian-Kolbe-Werk für seine Erinnerungs- und Bildungsarbeit zur Verfügung gestellt werden

Was wir uns wünschen: Aufbau von Partnerschaften über nationale, sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg und Sensibilisierung für die Bedrohungen demokratischer Grundwerte, insbesondere durch Rechtsextremismus

Wen wir einladen: Nachwuchsjournalisten im Alter von 18 bis 30 Jahre aus Deutschland, Polen und anderen Ländern Mittelosteuropas. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an den beiden Projektwochen wird vorausgesetzt.

Wie man sich bewerben kann: Bewerbungen werden bis zum 30.11.2014 über das Online-Bewerbungsformular entgegengenommen:

Zum Online-Bewerbungsformular

Veranstaltungsorte:

Teil 1, 22. – 28.01.2015: Zentrum für Dialog und Gebet Oświęcim, Polen

Centrum Dialogu i Modlitwy, ul. M.Kolbego 1, 32-602 Oświęcim, Polen

www.cdim.pl

Teil 2, 30.04. – 03.05.2015: Internationales Jugendgästehaus Dachau, Roßwachtstraße 15, 85221 Dachau, Deutschland

www.dachau.jugendherberge.de

Kosten für Übernachtung in Mehrbettzimmern und Verpflegung übernimmt das Maximilian-Kolbe-Werk. Reisekosten werden von den Teilnehmenden getragen.

Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch.

English version

Challenge: In 2015, we are going to commemorate the liberation of Auschwitz and other concentration camps for the 70th time. Further topic of remembrance will be the 70th anniversary of the end of the WW2. The greater the time from the Nazi dictatorship and the events of the WW2, the more urgent is the task to keep alive the memory of the crimes of the 20th century. Anyone who closes their eyes to the past is blind to the present. The direct encounter with survivors of Nazi concentration camps and ghettos is irreplaceable, however it will no longer be possible in the foreseeable future. In order to give the third and fourth generation a chance to learn from the knowledge of our history, personal testimonies of the survivors must be preserved.

Our approach: Young journalists meet survivors of the Nazi regime in the Memorial Sites of Auschwitz and Dachau. They visit together the authentic places of Nazi crimes and conduct interviews. They record the testimonies of survivors as their unique legacy. By means of various media techniques and Web 2.0 applications they produce audio, video and text media pieces and publish them using conventional and new media. They are accompanied by experienced journalists and media educators.

In different program units, young people will get the opportunity for personal and professional exchange in the international context. They will approach the following questions: What influence do the media, particularly the Internet, have on the commemorative process? How can young journalists participate in the commemorative discourse today and tomorrow? How can they contribute to the remembrance of the Nazi past and what preventive measures against the influence of right-wing extremists can they meet?

What we offer: Personal access to history by meeting survivors of the Nazi regime and visiting authentic sites of Nazi crimes

What we expect: Production and publication of different media pieces that reach the broad public and can be used by the Maximilian-Kolbe-Werk in its commemorative and educational programs

What we want: To build partnerships across national, linguistic and cultural boundaries and to raise awareness of the current threats to basic democratic values, especially by right-wing extremism

Who can apply:  Young journalists aged between 18 to 30 years from Germany, Poland and other Central and Eastern European countries. The number of participants is limited to 20. Participation in both project parts is required.

How to apply: Applications can be submitted via Online Application Form. The deadline for submitting applications is November 30, 2014.

Online Application Form

Venues:

Part 1, 22. – 28.01.2015: Centre for Dialogue and Prayer Oświęcim, Poland

Centrum Dialogu i Modlitwy, ul. M.Kolbego 1, 32-602 Oświęcim, Poland

www.cdim.pl

Part 2, 30.04. – 03.05.2015: International Youth Hostel Dachau, Germany

Internationales Jugendgästehaus Dachau, Roßwachtstraße 15, 85221 Dachau, Germany

www.dachau.jugendherberge.de

Costs for accommodation in shared rooms and food will be covered by the Maximilian-Kolbe-Werk. Travel expenses shall be borne by the participants.

Working languages are German and English.

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